Neubau eines Ausstellungsgebäudes Friedrichstraße

Phänomenal transparent – Kulturbau Friedrichstraße

Geplant ist eine phänomenal transparente, d. h. mehrdeutig lesbare, Fassade im urbanen Raum. Durch rhythmisch vor- und zurückspringende Fassadenelemente findet ein Schatten- und Lichtspiel auf der Oberfläche des Gebäudes statt. Bestimmt wird dieses Bild durch Kombinationen von zwei unterschiedlichen Scheibentypen, die vom Sockel bis zur Attika reichen.
Die lastabtragenden Bauteile knicken entgegen den Öffnungsabschnitten, wobei diese nicht immer perforiert sind.

Durch das Verspringen werden einerseits die Fensteröffnungen verschattet, gleichzeitig neigen diese sich dem Licht zu, d.h. sie richten sich nach dem Verlauf der Sonne.

Infraleichtbeton

In der einschaligen Außenhaut aus Infraleichtbeton, die keine zusätzliche Wärmedämmung
benötigt, kann u. a. eine diffuse Belichtung durch Umlenkung und Reflexion des Lichtes stattfinden. Diese Belichtung kommt in den Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen vor. Für Büro- und Konferenzräume sind direkte Fensteröffnungen, welche eine ausreichende Arbeitsplatzbelichtung sicherstellen, und Lichtschlitze, die nur einen sehr reduzierten Blick nach Außen zulassen, angedacht.

Ausstellungen + Veranstaltungen + Café + Shop

In dem Gebäudeteil der zur Friedrichstraße ausgerichtet ist, liegen die Büro- und Konferenzräume, außerdem im Erdgeschoss das Café und der Museumsshop und im vierten Obergeschoss eine große, frei bespielbare Veranstaltungsfläche.
Die dienenden Räume, dazu gehören Nass- und Lagerräume, Aufzüge und Fluchttreppenhäuser, liegen im Norden des Gebäudes. Somit bleibt die Südfassade frei von jeglicher vorbestimmter Nutzung, mit Ausnahme eines Erschließungskernes, und kann so flexibel für Ausstellungen und/ oder für mögliche Umstrukturierungen genutzt werden.

Gebäudekern Szenographie

Der im Zentrum liegende Erschließungskern, an den alle Ebenen anschließen, dient zusätzlich als Ausstellungsfläche und läd den Besucher zum Erkunden, Entdecken und Erfahren der Ausstellungen und des Gebäudes an sich ein. Durch die Schlichtheit der Nordräume wird das Augenmerk der Besucher und Nutzer stets auf die robuste Südfassade gelenkt.

Von mehreren Seiten und aus verschiedenen Perspektiven kann so die massive Hülle des Gebäudes wahrgenommen werden.