Neubau Wohngebäude Prenzlauer Berg

Wohnungsneubau Kopenhagener Straße 57, Berlin

Der Neubau eines Mehrfamilienhauses in der Kopenhagener Straße im Prenzlauer Berg stellte die Planung vor eine besondere städtebauliche Aufgabe: das Grundstück grenzt unmittelbar an das denkmalgeschützte Umspannwerk, ein markanter Backsteinbau der frühen Industriearchitektur Berlins, dessen Präsenz den gesamten Entwurf prägt.

Die zentrale planerische Antwort ist ein Zwischenbau, der als räumliche Fuge zwischen Bestand und Neubau vermittelt. Er nimmt die Trennfuge konstruktiv auf, schafft aber gleichzeitig einen architektonischen Übergang, kein harter Bruch, sondern eine bewusste Zäsur, die beide Gebäude als zusammengehöriges Ensemble lesbar macht.

Die Klinkerfassade des Neubaus antwortet auf die Materialität des Umspannwerks: gleicher Werkstoff, andere Zeit, andere Tektonik.

Wo das Denkmal mit massivem Mauerwerk und industrieller Strenge arbeitet, zeigt der Neubau eine zeitgenössische Interpretation, ruhig in der Fläche, präzise in der Fügung, Vertikalität im Fassadenbild.

Die Mitwirkung erfolgte in der Ausführungsplanung, mit Schwerpunkt auf der detaillierten Ausarbeitung der Fassade und der konstruktiven Ausbildung der Trennfuge.